{"id":104,"date":"2012-07-07T19:00:39","date_gmt":"2012-07-07T17:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brandt-siefart.de\/?page_id=104"},"modified":"2018-01-23T15:43:11","modified_gmt":"2018-01-23T13:43:11","slug":"zu-meiner-arbeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.brandt-siefart.de\/?page_id=104","title":{"rendered":"K\u00fcnstlerische Inspirationen + Interessen"},"content":{"rendered":"<h3>&nbsp;Birgit Brandt-Siefart<\/h3>\n<h2>Fig\u00fcrliche Plastiken in Keramik<\/h2>\n<p>Durch die Arbeit mit kleinen Kindern in der Malschule hat sich mein k\u00fcnstlerisches Interesse von der Malerei zur Plastik verlagert. Die urigen Tonfiguren der Kinder haben in mir eine Begeisterung f\u00fcr urspr\u00fcngliche einfache Formen geweckt und die Lust, formend in diesem herrlich sinnlichen Material zu schwelgen.<\/p>\n<p>Zwei Aufenthalte in Japan haben das Interesse an der Keramik vertieft und mich mit der Raku-Keramik vertraut gemacht.<\/p>\n<p>Das Thema meiner keramischen Kleinplastiken ist vorwiegend der Frauenk\u00f6rper, dessen Formen, Variantenreichtum und&nbsp; Ausdruckskraft mich faszinieren. Anregen zu einer bestimmten K\u00f6rperform lasse ich mich durch Fundst\u00fccke (Artefakte wie z.B. Holzkn\u00e4ufe, Siebe, Bestecke), die ich als K\u00f6pfe oder auch andere Teile des K\u00f6rpers dieser Figuren einsetze.<\/p>\n<p>Die Idee, die K\u00f6pfe der Figuren nicht selbst zu formen, sondern fremdes Material einzusetzen, kam mir, als ich in Nagasaki in einem Tempelbereich Buddha-Figuren sah, deren K\u00f6pfe durch die Atombombenexplosion von den K\u00f6rpern abgesprengt worden waren und denen die M\u00f6nche ganz einfache l\u00e4ngliche Kieselsteine als K\u00f6pfe aufgeklebt hatten.<\/p>\n<p>Die strenge und klare Sch\u00f6nheit dieser Figuren, die durch die neutralen Kiesel etwas Universelles bekamen, hat mich fasziniert und so habe ich diese Idee weiter verfolgt.<\/p>\n<p>Zu den Frauenk\u00f6rpern kommen <strong>ab 2002<\/strong> auch K\u00f6pfe und B\u00fcsten, in die ich in \u00e4hnlicher Art und Weise Fremdmaterialien einarbeite. <strong>Seit 2003<\/strong> reizen mich auch gr\u00f6\u00dfere Plastiken (bis ca. 1.50 m). Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass die Fundst\u00fccke immer gr\u00f6\u00dfer werden und damit andere Anspr\u00fcche an Statik und Dimension des jeweiligen Tr\u00e4gerk\u00f6rpers gefordert sind.<\/p>\n<p><strong>2004 <\/strong>entstand eine Serie von Figuren aus griechischen&nbsp; und r\u00f6mischen Sagen, wie Prometheus, Circe, Zeus und Europa auf dem Stier. Durch die Auseinandersetzung mit einem Tierk\u00f6rper hat sich mein Ideenspektrum auch auf Tierfiguren ausgedehnt, mit denen ich mich dann&nbsp; 2005 und 2006 intensiver besch\u00e4ftigt habe.<\/p>\n<p><strong>2006<\/strong> entstanden u.a. vier \u201eKachina\u201c-Figuren mit einem Seitenblick auf Max Ernst und seine Kachina-Sammlung zu dem Ausstellungsthema \u201eInspirationen\u201c,&nbsp; initiiert von der Max-Ernst-Gesellschaft in Br\u00fchl.<\/p>\n<p>Ausgehend von der Themenausstellung \u201eParadies\u201c habe ich das Adam-und-Eva-Thema,&nbsp; ironisch als Paarproblematik in Variationen interpretiert.<\/p>\n<p>Vier unterschiedliche Versionen von Engeln erg\u00e4nzen den kurzen Blick auf die Bildwelt unserer Religion- mal abstrakt, mal erotisch. Das war mein Thema <strong>2010.<\/strong><\/p>\n<p><strong>2011<\/strong> habe ich meinen Blick auf ein Kernthema der Keramik, das Gef\u00e4\u00df, gelenkt und bewusst daran ankn\u00fcpfend sehr strenge Figuren gearbeitet, die ihren Ursprung im Gef\u00e4\u00df deutlich erkennen lassen. Als Erweiterung der Oberfl\u00e4chengestaltung experimentierte ich mit Naked Raku und Terra Sigillata, weil auf den klaren Oberfl\u00e4chen der Figuren diese Technik ihre sch\u00f6nste Wirkung erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p><strong>2012<\/strong> sind es vor allem auch Figurengruppen, die mich interessieren. Hierbei vor allen Dingen die Frage: Was verbindet die Einzelfiguren miteinander? Wie mache ich das Verbindende farbig und formal sichtbar?<\/p>\n<p><strong>&nbsp;2013<\/strong> Verfolge ich die Idee von Schneckenh\u00e4usern als Kopfbedeckungen oder auch als Gegenst\u00e4nde intensiver Betrachtung oder als Sammlerst\u00fccke. Es entstehen erz\u00e4hlerische Figurengruppen, wie die \u201eSchneckenfl\u00fcsterer\u201c.<\/p>\n<p>Technisch experimentiere ich jetzt mit Ausspartechniken und Redoxfarben, oft auch mit anschlie\u00dfenden Patinierungen.<\/p>\n<p>Seit <strong>2014 <\/strong>arbeite ich parallel plastisch (Schwerpunkt wieder \u201eGruppen\u201c) und kombiniere Malerei mit der Collage von gefundenen Papieren. In diesen 2-dimensionalen Arbeiten reizt mich das Spiel mit der Wahrnehmung, mit der Irritation des Betrachters in einer Art Trompe L\u00b4Oeil. Bei einzelnen fl\u00e4chigen Arbeiten ist auch die Umsetzung in r\u00e4umliche Objekt-K\u00e4sten eine interessante Variation des gleichen Themas.<\/p>\n<p><strong>2015 <\/strong>interessieren mich Pflanzen, die ich&nbsp; in Raku-Technik umsetze und bei denen Bl\u00fcten, Knospen oder Bl\u00e4tter in Fremdmaterialien hinzugef\u00fcgt werden. Parallel dazu entstehen auch Bilder mit Pflanzen in Collage-Technik<\/p>\n<p><strong>2016 <\/strong>beginne ich mit Experimenten zum Drucken auf Keramik du ihre M\u00f6glichkeiten auch im Raku-Brand.<\/p>\n<p>Parallel arbeite ich einerseits&nbsp; sehr reduzierend in der Form bei allen Schmauchbrand und Raku-Figuren; gleichzeitig kommen dicke Figuren mit kleinen K\u00f6pfen rund um den Themenbereich \u201eSpiele\u201c hinzu, bei denen ich Redoxfarben einsetze und&nbsp; pr\u00e4chtige Damen in \u00fcppig dekorierten Gew\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>2017<\/strong> baue ich in&nbsp; meine Figuren K\u00f6pfe von alten Puppen&nbsp; ein und es entsteht eine Gruppe von \u00fcppig mit Schmucksteinen dekorierten \u201eMagierinnen\u201c, die an russische F\u00fcrstinnen erinnern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Collagen und Grafiken<\/h2>\n<p><strong>2008<\/strong> konnte ich in meiner ersten Einzelausstellung im Kunstverein Wesseling zum ersten Mal neben meinen Skulpturen (Personifizierungen zur \u201eZeit\u201c, \u201eLiebe\u201c, \u201ePrimavera\u201c etc.) auch Collagen zeigen, in denen ich die K\u00f6rper meiner Skulpturen in Collagen weiterentwickelt habe. Diese K\u00f6rper wiederum habe ich plastisch aus den Bildwerken heraustreten lassen, sodass sie sich wieder ein wenig der Plastik ann\u00e4hern.<\/p>\n<p><strong>2009<\/strong> r\u00fcckte ich in einer grafischen Reihe zur Linie v\u00f6llig von einer gegenst\u00e4ndlichen Darstellung ab; es entstand eine erste g\u00e4nzlich abstrakte Reihe zur Linie.<\/p>\n<p>Bei den Skulpturen habe ich mich mit dem Naked Raku einer technisch raffinierten Variante des Raku-Brennverfahrens zugewandt, die ich an vier in die Fl\u00e4che gehenden&nbsp; B\u00fcsten ausprobiert habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;Birgit Brandt-Siefart Fig\u00fcrliche Plastiken in Keramik Durch die Arbeit mit kleinen Kindern in der Malschule hat sich mein k\u00fcnstlerisches Interesse von der Malerei zur Plastik verlagert. 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